SKOCZEK
sprich "Skotschek", Schimmelwallach,
1999 - 07.11.2011
...aber keine 5 Minuten nach Abfahrt rumpelte es heftig auf dem Pferdeanhänger!Sein Kopf war im Rückspiegel nicht mehr zu sehen, wir befürchteten das Schlimmste! Also anhalten, bangen und dann die schreckliche Gewißheit: er lag! Nicht nur das, er hatte sich überschlagen, lag auf dem Rücken mit dem Kopf nach hinten, halb unter der Trennwand! Uns schossen tausende Gedanken durch den Kopf, als es erneut rumpelte, unser Neuerwerb plötzlich wieder stand und uns munter über die Heckklappe hinweg ansah...
Also runter vom Hänger, Kontrolle (zum Glück nix außer kleineren Blessuren), wieder rauf auf den Hänger - wider Erwarten ohne Probleme - und mit menschlicher Gesellschaft hinten im Schneckentempo ab nach Hause...






Unser Schimmel ist ein ganz Lieber, vorsichtig-neugierig, umgänglich - und ziemlich sensibel. Zum Glück scheut er aber nicht, er schrickt in sich zusammen wenn ihm etwas nicht geheuer erscheint. Seine Vorgeschichte kennen wir nicht, die reiterlichen Grundlagen scheint er jedoch im "Crashkurs" bekommen zu haben... Auch seine Abstammung ist uns nicht bekannt, in seinem Paß wurden keine Eintragungen gemacht und über Brandzeichen verfügt er auch nicht.
Nichtsdestotrotz haben wir mit dem Kauf dieses hübschen Wallachs eine gute Entscheidung getroffen, auch wenn er mittlerweile munter genug ist, auch mal zu diskutieren. Mit einem fähigen vertrauensvollen Reiter geht er durch dick und dünn.
Skoczek kommt aus Polen, sein Name bedeutet "Springer". Wir kauften ihn im Sommer 2006 auf einem Pferdemarkt, er brauchte lange, um richtig bei uns anzukommen. Wir gaben ihm die Zeit und er dankte es uns, indem er sich gut entwickelte. Leider hat er sehr schnell wachsende Schimmel-Melanome, welche ihn wohl kein biblisches Alter erreichen lassen werden...
...Eingeführt hat sich unser Schimmelchen gleich mit einem Knall: Verladen ließ er sich auf dem Pferdemarkt problemlos...
Seit Mitte 2011 wucherten Skoczeks Melanome geradezu im Eilzugtempo. Er hatte im Herbst eine tennisballgroße Knolle an der linken Kehlseite, rechts war eine schon tischtennisballgroße, auch unter dem Schweif fanden sich Knubbel. Wir kannten unseren Schimmel lang genug, um zu merken, daß er sich nicht mehr so richtig wohl fühlte, auch schien die Lage der Tumore sein Reaktionsvermögen zu beeinträchtigen.
Am 07. November 2011 ließen wir ihn seinen Weg über die Regenbogenbrücke gehen... R.I.P.